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Ustron / Polen
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Geschichte:
Ustron wurde 1305 erstmals als Besitz der Teschener Herzöge urkundlich erwähnt. 1525 kam Ustron zum Königreich Böhmen, später war es Teil Österreich-Ungarns.
Nach der Entdeckung einer Eisenerzlagerstätte um die Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der Grundherr, Herzog Albert von Sachsen-Teschen, in Ustron einen Hochofen und Eisenhammer erbauen. Ustron wurde zu einem Zentrum der Eisenindustrie. Neben der 1815 gegründeten Glockengießerei entstand 1846 ein Walzwerk. In der Folgezeit siedelten sich noch mehrere Maschinenbauer an. Die Blütezeit der Industriegemeinde Ustron, in der der erste europäische Dampfflug hergestellt wurde, ging aber bald vorüber. Die abgelegene Lage im oberen Weichseltal in den Bergen der Beskiden wurde zum Standortnachteil.
Als Alternative zur Industrie betrieb die Gemeinde den Ausbau des Badebetriebes. Schon seit dem 17. Jahrhundert war Ustron für seine Molkekuren bekannt, im 18. Jahrhundert kam noch ein Moorbad und ein Schlackenbad hinzu. Ustron wurde zu einem Badeort in der Gebirgslandschaft der Beskiden und wurde 1882 österreichischer Kurort.
Nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns kam der Ort 1919 zu Polen. 1956 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts. Nachdem Ustron bereits seit 1967 als Kurort galt, erhielt die Stadt 1972 die offizielle Anerkennung als polnischer Kurort.
Sehenswürdigkeiten:
Czantoria-Berg
Rownica-Berg
Rathaus
Hüttenmuseum
Museum Stara Zagroda
Kath. Pfarrkirche St. Clemens
Ev. Pfarrkirche St. Jakob
Kath. Kirche St. Anna (Holzkirche)
Partnerstädte:
Neukirchen-Vluyn
Luhacovice (Tschechien)
Haidunanas (Ungarn)
Budapest 10. Stadtbezirk (Ungarn)
Piestany (Slowakei)
Ustronskie Morskie (Polen)
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